TechnikRadar 2025

* Bild mit MidJourney generiert

Schwerpunkt
Digitale Transformation
und KI

Was die Deutschen über Technik denken…

Die Deutschen stehen neuen Technologien aufgeschlossen gegenüber, zeigen die Ergebnisse des TechnikRadar 2025. 65 Prozent der Befragten, die KI nutzen, zeigen sich fasziniert. Doch die Prioritäten der Deutschen verschieben sich: 50 Prozent unterstützen die Forschung zur militärischen Verteidigung an deutschen Hochschulen. Generell unterstützen 62 Prozent technische Neuerungen nur dann, wenn sie im Einklang mit dem Gemeinwohl stehen. 45 Prozent fordern mehr Mitbestimmung, aber nur 9 Prozent fühlen sich von der Regierung über Technikfolgen ausreichend informiert. 

Hier finden Sie die gesammelten Ergebnisse:

Ergebnispräsentation TechnikRadar 2025: Aufzeichnung der online-Veranstaltung am 26. Juni 2025

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Über das TechnikRadar

Das TechnikRadar
Was die Deutschen über Technik dachten

Technik war eine entscheidende Triebkraft für Innovation und Wohlstand. Sie konnte zur Lösung globaler Herausforderungen beitragen, veränderte aber auch auf grundlegende Weise, wie wir wohnten, lernten, arbeiteten, konsumierten, kommunizierten und uns fortbewegten – kurz: wie wir lebten. Der damit einhergehende Wandel stieß zum Teil auf Zustimmung, zum Teil aber auch auf Skepsis.

Welche Haltung die Deutschen in diesem Spannungsfeld einnahmen, untersuchte das TechnikRadar von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften seit 2017 in jährlichen Analysen. Verbanden die Deutschen mit Technik in ihren verschiedenen Ausprägungen und Anwendungen eher Hoffnungen oder eher Unbehagen? Welche neuen Technologien begrüßten sie, welche lehnten sie ab? Und welche Bedingungen mussten erfüllt sein, damit Menschen dem technischen Wandel gegenüber aufgeschlossen waren?

Das TechnikRadar war eine regelmäßige, bundesweite online-repräsentative Befragung, die nach sozialwissenschaftlichen Standards entwickelt und mit Methoden der empirischen Sozialforschung ausgewertet wurde. Als langfristig angelegtes Frühwarnsystem konnte es Fehlentwicklungen des technologischen Wandels rechtzeitig erkennen oder auf Kommunikations- bzw. Dialogbedarf hinweisen. Gleichzeitig wollte das TechnikRadar Innovationsprozesse unterstützen, damit Technologien und deren Anwendungen mit den Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger in Einklang standen. Die Ergebnisse boten eine fundierte Grundlage für die Diskussion um den Stellenwert, die Gestaltungsmöglichkeiten und die Regulierungserfordernisse technischer Innovationen.

Im Fokus des TechnikRadar 2025 standen neben den grundlegenden Einstellungen der Deutschen zu Technik ihre Einschätzungen im Hinblick auf Digitale Transformation und Künstliche Intelligenz: Sahen die Deutschen darin mehr Nutzen oder Risiken – für sich persönlich oder für die Gesellschaft? Wie wichtig waren ihnen Datenschutz, Komfort und Unabhängigkeit von Big-Tech-Konzernen? Wie bewerteten sie ihre Erfahrungen mit generativer KI? Und wie schätzten sie die Rolle der Forschung für die militärische Verteidigung ein?

Die Befragung wurde von der forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH als Online-Erhebung im Rahmen des ausschließlich offline rekrutierten forsa.omninet-Panels durchgeführt. Für das TechnikRadar 2025 wurden 2.003 in Deutschland lebende deutschsprachige Personen ab 16 Jahren zufällig ausgewählt und online befragt.

Die Ergebnisse der Befragung wurden online-repräsentativ nach den Merkmalen Geschlecht in Kombination mit dem Alter (Altersgruppen: 16 bis 34 Jahre, 35 bis 49 Jahre, 50 bis 64, 65 Jahre und älter), Haushaltsgröße (1 Person, 2 Personen, 3 Personen, 4 und mehr Personen), für die 16 Bundesländer und nach Bildung (niedrig, mittel, hoch, andere) gewichtet. Die Gewichtungsfaktoren lagen bei 0,6 bis 1,8. Es wurde eine Ausschöpfungsquote von 35,3 Prozent erreicht.

Die Erhebung fand von 24. Februar bis 12. März 2025 statt. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer lag bei 19,6 Minuten.

Die bisherigen Befragungen (2017, 2019, 2021 und 2022) waren als computergestützte telefonische Interviews (CATI) konzipiert. Insbesondere jüngere Zielgruppen sind telefonisch allerdings zunehmend schlechter erreichbar. Dies hat zur Folge, dass bei rein telefonischen Zufallsstichproben – auch bei Nutzung des Dual-Frame-Designs – jüngere Befragte im Regelfall ohne entsprechende zusätzliche Quotierungen deutlich unterrepräsentiert sind. Die Ergebnisse der Erhebung wurden anschließend auf Basis der gleichen Parameter bevölkerungsrepräsentativ gewichtet. Die ungleiche Bereitschaft an Telefonbefragungen teilzunehmen, zeigt sich an den bisherigen Gewichtungsfaktoren, die für die Befragung in 2022 bei 0,02 bis 7,7 lagen (Effektivität 46 Prozent) und einer Ausschöpfungsquote von 15,1 Prozent.

Grundsätzlich erwarten wir trotz der Umstellung auf eine reine Online-Befragung eine weitestgehende Vergleichbarkeit mit den Befragungsergebnissen der letzten Jahre. Eine möglichst inhaltsgetreue Übernahme der bisherigen Frageformulierungen und Antwortoptionen ermöglicht weiterhin die Vergleichbarkeit der Zeitreihenvariablen.

Ansprechpartner

Dr. Martin Bimmer
Foto: TinoGrafiert

Dr. Martin Bimmer
Referent der Präsidentin

Tel.: +49 89 520309-877
technikradar@acatech.de